Easter Eggs: Was steckt hinter „A113“?

A113? Noch nie gesehen oder davon gehört? Dann nimm deinen Lieblingsfilm von Pixar, schmeiß den DVD/Blu-ray-Player an und schau ganz genau hin. Pixar und Disney verstecken immer wieder gerne sogenannte „Easter Eggs“ (Ostereier). Doch was verbirgt sich genau hinter dem Code „A113“?

In dieser Blogreihe „Easter Eggs“ präsentiere ich euch Inhalte, die so gut in Pixar/Disney Filmen versteckt sind, indem ihre Darstellungsdauer so kurz ist, dass sie erst nach dem mehrmaligen, aufmerksamen und gezielten Ansehen des Films bewusst erkannt werden können. Dazu gehört zum Beispiel der Insiderwitz „A113“, der hier genauer beleuchtet werden soll. Bereits im Titelbild findet ihr eine Szene aus Findet Nemo, wo „A113“ auf einer Kamera vorzufinden ist.

Was bedeutet A113?

Man könnte vermuten, dass hinter „A113“ ein Code mit versteckter Nachricht steckt. Doch ganz so mysteriös wie es den Anschein hat, ist es denn dann doch nicht. Rätselliebhaber dürften daher recht enttäuscht sein. Kurzum: „A113“ entspricht simpel der Raumnummer des Vorlesungssaals im California Institute of the Arts, indem junge Animatoranwärter mindestens einmal im Laufe ihrer Ausbildung sitzen. Daher darf man die Verwendung von „A113“ als Hommage und Würdigung der schulischen Ausbildung sowie als Gruß an alle zukünftigen Animatoren verstehen. John Lasseter persönlich bezog schon Stellung und beantworte dies in einem Video.

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Raum A113 | © The Disney Wiki

Mittlerweile taucht dieses Easter Egg in allen Pixar Filmen auf, nicht nur als Motiv, sondern auch häufig in Dialogen wie zum Beispiel bei Die Unglaublichen oder Toy Story 2. Um euch jedoch die Suche zu ersparen, betrachten wir nun ein paar Filme, in denen wir „A113“ in unterschiedlichen Ausführungen vorfinden können.

Toy Story

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Szenenbild aus dem Pixar-Film „Toy Story“ | © Pixar Animation Studios

Den Beginn macht der erste vollständig computeranimierte Film aus dem Hause Pixar, Toy Story. Damals war Pixar noch eigenständig, produzierte jedoch Filme exklusiv für Disney. Das hinderte die Schöpfer, unter anderem John Lasseter, nicht daran schon bei Toy Story ein Easter Egg zu verstecken. Zu dem damaligen Zeitpunkt dürfte niemand außerhalb der Pixar Familie von diesem Insiderwitz wissen. Erst in Folge der Wiederholung in anderen Filmen wurde der Kreis der Eingeweihten größer bis er gänzlich publik wurde. Dennoch hielt das Geheimnis um „A113“ erstaunlich lange, bis John Lasseter persönlich die immer wieder aufkommende Frage zu „A113“ beantwortete. Eins steht fest: „A113“ tauchte das erste Mal auf dem Autokennzeichen von Andys Familie auf. Und das natürlich über alle Teile hinweg. Wer übrigens in Toy Story 2 genau zuhört, wird in der Szene im Flughafen einen Aufruf zu Flug „A113“ wahrnehmen.

Ratatouille

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Szenenbild aus dem Pixar-Film „Ratatouille“ | © Pixar Animation Studios

So offensichtlich „A113“ in Filmen manchmal zu entdecken ist, umso beiläufiger und kurz sind sie anderen Filmen von Pixar zu erblicken. Bei Ratatouille erscheint der Insiderwitz nur für Sekunden in einem Fernsehgerät. Dies zu entdecken erfordert schon mehrmaliges Schauen oder eine gehörige Portion Glück. Zum anderen taucht „A113“ auch als Code am Ohr (Ohrstecker) von der Ratte Git auf.

Die Monster Uni

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Szenenbild aus dem Pixar-Film „Die Monster Uni“ | © Pixar Animation Studios

Kehren wir zurück zur Ausgangssituation: Wie wir bereits wissen, entspricht „A113“ einer Vorlesungssaalnummer im California Institute of the Arts. Als Pixar an dem Prequel zur Monster AG arbeitete, Die Monster Uni, war man der ursprünglichen Bedeutung näher denn je. Also nutzte man prompt diese Analogie und benannte den Vorlesungsraum für „Schreckologie“, somit eine signifikante Ähnlichkeit zur Bedeutung des Raumes „A113“. Denn um in der Monster AG als Schrecker arbeiten zu können, muss man definitiv im Vorlesungsraum „A113“ in der Monster Universität gewesen sein.

WALL·E

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Szenenbild aus dem Pixar-Film „WALL·E“ | © Pixar Animation Studios

In WALL·E taucht „A113“ gleich zweimal auf. Einmal sogar sehr offensichtlich. „A113“ stand für die Richtlinie in der Axiom, wenn die Operation „Aufräumen“ auf der Erde misslungen wäre. Bei Inkrafttreten von „A113“ würde die Axiom in den Autopilot versetzt werden, der eine Neukolonisierung der Erde verhindert und folglich das Raumschiff nicht imstande wäre die Erde anzusteuern.

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Szenenbild aus dem Pixar-Film „WALL·E“ | © Pixar Animation Studios

Ein anderes Mal ist „A113“ sehr gut versteckt. Wie man sieht, trägt der Raum den Namen „A224“, also nichts anderes als alle Ziffern von „A113“ plus eins. Wer hätte es gemerkt?

Merida – Legende der Highlands

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Szenenbild aus dem Pixar-Film „Merida – Die Legende der Highlands“ | © Pixar Animation Studios

Wie schon zuvor bei WALL·E ist „A113“ auch bei Merida – Die Legende der Highlands dermaßen gut versteckt, dass man es sogar mit den Augen schwer erkennen kann wie auch hier auf dem Bild. Über der Tür auf der Innenseite des Hauses der Hexe befindet sich die eingeschnitzte Inschrift „ACXIII“, also 113 in römischen Ziffern. Dieses Easter Egg ist unglaublich schwer zu finden. Aber dies wird von Die Unglaublichen noch überboten.

Die Unglaublichen

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Szenenbild aus dem Pixar-Film „Die Unglaublichen“ | © Pixar Animation Studios

Ein weiterer schwieriger Fall ist bei Die Unglaublichen zu finden. Auf der Computeranzeige findet man in Großbuchstaben schon die A1, jedoch nicht die fehlende Ziffer 13.

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Szenenbild aus dem Pixar-Film „Die Unglaublichen“ | © Pixar Animation Studios

Die ist bei der Datenanzeige zu entdecken. Bei der Zahl 13 ist der höchste Ausschlag zu erkennen. Und man ahnt es schon: In Kombination ergibt dies „A113“. Dieses Easter Egg zu entdecken, erfordert schon ein gutes Gespür und grenzt beinahe an Unmöglichkeit.

Küss den Frosch

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Szenenbild aus dem Disney-Film „Küss den Frosch“ | © The Walt Disney Company

„A113“ ist nicht nur exklusiv bei Pixar vorzufinden, denn schließlich gehen nicht alle Nachwuchstalente vom California Institute of the Arts zu Pixar, sondern auch zu Disney Animation oder ganz anderen Unternehmen. Somit verwundert es nicht, dass man „A113“ auch in diversen Filmen von Disney Animation finden kann. Zum Beispiel bei Küss den Frosch. Als Tiana morgens ganz müde, entkräftet und Zähne zusammenbeißend das Haus verlässt, um zur Arbeit zu gelangen, eilt sie zur Straßenbahnlinie „A113“. Ein kurzer Moment, jedoch leicht zu entdecken. Wie schon bei Toy Story bieten Kennzeichen für Transportmittel immer eine gute Möglichkeit den Easter Egg unterzubringen.

Baymax – Riesiges Robowabohu

A113 in Big Hero 6
Szenenbild aus dem Disney-Film „Baymax – Riesiges Robowabohu“ | © The Walt Disney Company

Als weiteres Beispiel ist Baymax – Riesiges Robowabohu zu nennen. Hier taucht das Easter Egg während der Planung von für Baymax. Neben der schematischen und technischen Darstellung von Baymax‘ neuem Arm findet sich die Bezeichnung „A113“. Leider recht schwer zu erkennen und ausfindig zu machen.

Coco

A113 in Coco
Szenenbild aus dem Pixar-Film „Coco“ | © Pixar Animation Studios

Zu guter Letzt kehren wir zurück zu Pixar, genauer dem jüngsten Abenteuer Coco. Wie überraschend findet man auch hier „A113“ auf einer Tür mit Glasverkleidung. Eher unscheinbar und doch zu erkennen. Mal schauen wie „A113“ in kommenden Filmen eingefügt wird. Der Kreativität sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Und wer weiß: Vielleicht wurden nicht alle „A113“ Erwähnungen entdeckt…

Zu dem Film Coco gibt es eine ausführliche Filmkritik auf meinem Blog.

Wer übrigens „A113“ in allen Pixar Filmen entdecken und dafür lieber nicht so viel Zeit aufbringen möchte, kann einfach auf YouTube mal schauen. Dort finden sich ergänzend Videos mit weiteren „A113“ Entdeckungen.

Nächstes Easter Egg: Luxo Ball

Bilder/Grafiken: Disney, OhmyDisney, Disney Wiki, Disney·Pixar


Jetzt seid ihr dran: Wusstet ihr bereits von „A113“ und dessen Bedeutung? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!


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4 Kommentare zu „Easter Eggs: Was steckt hinter „A113“?

  1. Woow das ist ja cool 😀
    Auf diese Nummer habe ich bisher noch nie geachtet……..und die taucht ja scheinbar in etlichen Filmen immer mal wieder auf 😀
    Ein richtig cooler Beitrag 🙂

    Liebe Grüße Jenny 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Oh danke für deine lieben Worte, Jenny 😊
      Es freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat!
      Ich hoffe, es kommt ein Blogeintrag zu deiner tollen Reise nach London 🇬🇧
      Du hast bestimmt viele Bücher 📚 entdeckt und noch mehr entdeckt 😊

      Gefällt 1 Person

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