Erster Trailer zu Disneys „Der Nussknacker und die vier Reiche“

Mary Poppins Rückkehr wird nicht der einzige Film von Disney passend zur Weihnachtszeit in diesem Jahr sein. Daneben erscheint Disneys Neuinterpretation vom „Nussknacker und Mausekönig“ (1816) von E.T.A. Hoffmann bereits im November. Der Nussknacker und die vier Reiche musste bei seiner Produktion über Hürden gehen und blieb lange eher im Verborgenem. Doch bei Disney glaubt man fest an dieses Projekt und wünscht sich innig ein neuen Weihnachtsklassiker zu etablieren.

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Szenenbild aus dem Disney-Film „Der Nussknacker und die vier Reiche“ | © The Walt Disney Company

Nachdem der Teaser Trailer bereits vergangenes Jahr im Dezember erschien, um Kinobesucher auf ein neues Weihnachtsabenteuer vorzubereiten, hatten viele Disney-Fans Fragezeichen im Kopf. Die visuelle Gestaltung des Films erinnert stark an Filme wie Alice im Wunderland (2010) und die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia (2005). Dabei ist die Fortsetzung Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln (2016) mehr als nur gescheitert, vor allem an den amerikanischen Kinokassen. Daher stellt sich die Frage, ob das Publikum genau jetzt einen weiteren Film mit fast identischem Look haben möchte? Könnte Der Nussknacker und die vier Reiche ein weiterer Flop neben A Wrinkle in Time in diesem Jahr werden? Disney verzichtet sogar hierzulande auf eine Home Video Vermarktung von A Wrinkle in Time, aufgrund der miserablen Werte an den Kinokassen, ganz zu schweigen von den schlechten Kritiken.

Viele Filmstudios haben sich bereits in der Vergangenheit an eine eigene Verfilmung der Nussknacker-Geschichte gewagt, allein schon wegen der berühmten Vertonung durch Peter Iljitsch Tschaikowski. Stellt sich die Frage, ob noch Platz für eine weitere Verfilmung ist. Ich kann die Frage definitiv mit ja beantworten. Bisher gibt es keine Version, die dem Zahn der Zeit stand halten konnte. Ob es Disneys Version gelingen kann, können wir vielleicht anhand des folgenden Trailers sagen…

Die Grundzüge der Geschichte erinnern tatsächlich teilweise an die von „Narnia“ oder „Alice im Wunderland“. Die junge Clara (Mackenzie Foy) findet sich in einer mysteriösen Parallelwelt wieder, als sie sich auf die Suche nach einem geheimnisvollen Schlüssel macht, der eine Kiste mit einem einzigartigen Geschenk öffnen soll. Im Land der Schneeflocken, im Land der Blumen und im Land der Süßigkeiten trifft sie auf allerlei seltsame Bewohner. Zusammen mit dem jungen Soldaten Phillip (Jayden Fowora-Knight) begibt sie sich schließlich ins unheilvolle Vierte Reich, das von der tyrannischen Mutter Gigoen (Helen Mirren) beherrscht wird. Dabei geht es schon längst nicht mehr nur um Claras Schlüssel, sondern darum, die Harmonie in den vier Reichen wiederherzustellen. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte dies auch aus der Feder von Clive Staples Lewis stammen können. Doch tatsächlich ist das Märchen vom „Nussknacker und Mausekönig“ viel älter. Hoffentlich honorieren die Zuschauer dies an den Kassen. Doch da spielen noch weitere Eigenschaften eine Rolle…

Denn tatsächlich gab es schon bei den Verantwortlichen von Disney reichlich Sorgen über das Erfolgspotential des Films. Es scheint so als wäre man über das vorläufige Ergebnis der Dreharbeiten wenig angetan. Daher wurden umfangreiche Nachdreharbeiten von über einem Monat angeordnet, was für standardmäßige Nachdreharbeiten sehr lange ist. Zudem wurden diese Arbeiten nicht vom ursprünglichen Regisseur Lasse Hallström durchgeführt, sondern von Joe Johnston. Lasse Hallström wird nur noch die Postproduktion überwachen. War Disney die offensichtliche Ähnlichkeit zu „Alice im Wunderland“ oder „Narnia“ doch zu gravierend? Man darf gespannt sein, was die Änderungen beinhalten. Eins steht fest: Disney glaubt an seinen Film.

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Szenenbild aus dem Disney-Film „Der Nussknacker und die vier Reiche“ | © The Walt Disney Company

Noch ist viel Zeit bis November und ich denke, wenn die Tage dann spürbar kürzer sind und das Wetter meist in einen trüben Alltag umschlägt, wird sich meine Vorfreude auf diesem Film deutlich steigern. Doch bis dahin überwiegen bei mir die Zweifel, ob es Disney gelingen kann genügend Zuschauer ins Kino zu locken. Für mich ist das Risiko einfach zu hoch, dass die Ähnlichkeiten an die bereits erwähnten Filme zu eindeutig sind und eher abschreckend wirken. Ich hoffe, dass der Drang nach einem Weihnachtsabenteuer bis dahin überwiegt und Disney uns einen schönen Weihnachtsfilm zaubert. Mir gefällt zudem der Ansatz aus Fantasiewelt und gefühlter Theaterbühne. Ein tolles Konzept mit viel kreativen Potential. Ein Wagnis! Was jetzt schon bemerkbar ist. Und das ist gut so!

Kinostart: 1. November 2018

Weitere Infos: Original Cast | Englischer Trailer

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Poster zum Disney-Film „Der Nussknacker und die vier Reiche“ | © The Walt Disney Company

Bilder/Grafiken/Videos: Disney, Disney Wiki, YouTube


Eure Meinung ist wichtig: Wie gefällt euch der erste Trailer? Stört euch die Ähnlichkeit zu „Narnia“ oder „Alice im Wunderland“? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!


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