Alle kommenden Disney-Remakes im Überblick

Disney arbeitet weiterhin fleißig an Realadaptionen seiner beliebten Disney-Zeichentrickklassiker. Hier erfahrt ihr, welche Realverfilmungen gerade verfilmt werden oder sich im Status der „Pre-Production“ oder Post-Produktion befinden. Das bedeutet, alle hier aufgeführten Filme, werden garantiert die nächsten 3-4 Jahre in die Kinos kommen, sofern Corona die Arbeiten oder die Veröffentlichung nicht verzögert. Hoffen wir, dass keiner dieser Filme das Schicksal ereilt wie Mulan auf Disney+ zu landen.

2021

Cruella

Der neuste Realfilm aus dem Hause Disney ergründet wie schon Maleficent (2014) die Hintergrundgeschichte eines ikonischen Bösewicht-Charakters: Cruella de Vil. Die pelzliebende Fashionikone aus dem Zeichentrickfilm 101 Dalmatiner (1961) wird ihren eigenen Film bekommen, und wir werden erfahren, warum die Figur mit ihrer unverwechselbaren schwarz-weiß Frisur zu einer arglistigen und bösen Figur geworden ist. Ich werde niemals die grandiose Verkörperung der Rolle durch die Schauspielerin Glenn Close in 101 Dalmatiner (1996) vergessen. Das waren noch die Zeiten als Disney seine Bösewicht ohne Gnade hat böse sein lassen und nicht wie bei Maleficent eine Weichspülversion, die nichts mehr mit der Vorlage aus Dornröschen (1959) zu tun hat. Ein Anker der Hoffnung ist Glenn Close, die hier als Produzentin fungiert.

Cruella de Vil wird von Emma Stone verkörpert. Neben ihr werden Emma Thompson als Baronin und Emily Beecham als Anita im Film sein. Weitere Rollen sind nicht bekannt. Glücklicherweise wurden die Dreharbeiten Anfang des Jahres beendet, sodass er Film Mai nächstes Jahr in die Kinos kommen soll.

Kinostart: 27. Mai 2021

2022

Arielle, die Meerjungfrau

Die wohl meist erwartete Realverfilmung eines Disney-Renaissance Klassikers, Arielle, die Meerjungfrau (1989), befindet sich momentan in einer schwierigen Situation. Kurz nach Drehbeginn mussten die Filmarbeiten durch die Corona-Krise unterbrochen werden. Nichtsdestotrotz könnte die Verfilmung ähnlich erfolgreich werden wie Der König der Löwen (2019), Die Schöne und das Biest (2017) und Aladdin (2019). Alles Klassiker aus den 90er Jahren. Nicht ohne Grund spricht man von der Disney-Renaissance. So hat die Beliebtheit der Filme über die Jahre nicht an Beliebtheit verloren, wie die Ergebnisse an den Kinokassen beweisen.

Natürlich darf bei so einer gigantischen Produktion auch kein „Skandal“ fehlen: So haben viele Fans in den sozialen Medien ihre Wut über die Besetzung der Rolle der Arielle durch eine farbige Darstellerin (Halle Bailey) freien Lauf gelassen. Eine Diskussion, die in der heutigen absolut absurd ist. Offenbart sie die teilweise rassistischen Tendenzen in einer Gesellschaft, da die Hautfarbe keine Rolle spielt. Disney verlegte den Schauplatz der Geschichte in die Karibik, um die Wahl dieser Besetzung zu rechtfertigen. Unabhängig davon, ob der Autor der Buchvorlage (Hans Christian Andersen) jemals den Schauplatz geschweige denn die Hautfarbe der Sirene offenbart hat – was er nie spezifizierte – spielt es für die Geschichte keine Rolle. Es ist wichtig, dass Disney seine Realverfilmungen für eine Diversifizierung der Prinzessinnen sorgt.

Im Vorweg wurde zudem darüber spekuliert, ob Lady Gaga die Rolle der Ursula übernehmen könnte. Es wurde zwar nie bestätigt, dass die A Star is Born Schauspielerin in der engeren Auswahl des Studios stand, doch hat die Gerüchteküche für viel positive Resonanz gesorgt. Letztendlich wird Melissa McCarthy die Meerhexe spielen. Eine nicht ganz abwegige Entscheidung. Mal schauen wie gut sie die Rolle verkörpern wird – eine ikonische Rolle.

Gedreht wird in London in den Pinewood Studios unter einer Sondererlaubnis der britischen Regierung, die einigen Produktion die Wiederaufnahme von Dreharbeiten unter Einhaltung von hohen Sicherheitsstandards gestattet. Rob Marshall (Mary Poppins‘ Rückkehr, 2018) führt Regie. Joan-Haur King wird Prinz Eric spielen, Javier Bardem als König Triton, Jacob Tremblay als Fabius, David Diggs als Sebastian und Awkwafina als Scuttle.

Alan Menken und Lin-Manuel Miranda haben zudem vier neue Songs für die Adaption komponiert, die bereits allesamt aufgenommen wurden. König Triton, Scuttle und Eric sollen eigene Songs erhalten. Der vierte Song wird wohl ein Duett zwischen Arielle und Eric sein.

KINOSTART: TBA (~2022)


Peter Pan

Zunächst für eine Veröffentlichung auf Disney+ gedacht, hat Disney Anfang des Jahres 2020 seine Pläne geändert und den Film für eine Kinoauswertung angesetzt. Leider verzögerte die Corona-Pandemie die Drehplanung der Realverfilmung. Infolgedessen sollen die Dreharbeiten voraussichtlich im März 2021 in Kanada beginnen. Somit bleibt noch genug Zeit für Pre-Production und weitere Rollenbesetzungen. Jude Law (Captain Marvel, 2019) wird in die Rolle des Bösewichten Captain Cook schlüpfen. Die Rolle des Peter Pans wird von einem aus Neuseeland stammenden Newcomer namens Alexander Molony verkörpert. Wer Wendy spielen wird, ist bereits bekannt: Die Tochter von Milla Jovovich und Regisseur Paul W. S. Anderson, Ever Anderson, hat die Verantwortlichen bei den Disney Picture Studios überzeugen können. Weitere wichtige Rollen wie Tinkerbell, Mr. Smee und Tiger Lily sind noch nicht offiziell besetzt.

Wann der Film genau die Kinos erreichen wird, steht noch nicht fest. Man sollte immer im Auge behalten, dass durch die anhaltende gesundheitlichen Herausforderungen, Verzögerungen erneut auftreten können. Geplant ist ein Abschluss der Dreharbeiten Ende Juni 2021. Mit Post-Produktion könnte daher eine Veröffentlichung im zweiten Halbjahr 2022 möglich sein. Regie führt David Lowery (Elliot, der Drache, 2016), der schon mit seinem Remake von Elliot, das Schmunzelmonster (1977) einen wunderschönen Familienfilm auf die Leinwand gezaubert hat. Definitiv sehr empfehlenswert!

KINOSTART: TBA (~2022)

Zukunft

Schneewittchen und die sieben Zwerge

Eine Realverfilmung von Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) steht schon lange auf der Agenda von Disney und kann sich bereits mit bekannten Namen hinter den Kulissen schmücken. Marc Webb soll Regie führen und die Oscar-prämierten Songkomponisten Ben Pasek und Justin Paul sollen brandneue Lieder für die Realadaption komponieren. Die beiden haben schon neue Songs für die Neuverfilmung von Aladdin (2019) komponiert. Über Besetzungen von Rollen als auch über die Nähe zur Ursprungsvorlage ist nichts bekannt. Disney hat in der Vergangenheit für seine Neuadaptionen mal mehr mal weniger künstlerische Freiheit gewährt und Ideen für Ergänzungen in der Geschichte oder eine komplette Neuinterpretation zugelassen. Hoffentlich wird der Filme mehr der 1930er Version statt der Verfilmung Snow White and the Huntsman (2012).

Produktionsbeginn soll soweit es die Krise zulässt Ende dieses Jahres beginnen.

KINOSTART: TBA (~2023-2024)


Pinocchio

Die nächste Trickfilm, dem das Glück einer Realverfilmung zugute kommt, stammt ebenfalls aus dem goldenen Zeitalter: Pinocchio (1940) ist neben Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) einer der bekanntesten Walt Disney Filme. Es gab bereits viele Verfilmungen der italienischen Buchvorlage von Carlo Collodi, von der keine sich so sehr in das kollektive Erinnerungsvermögen gebrannt hat wie die Version von Walt Disney. Kann daher eine Realverfilmung nach mehr als 80 Jahren erneut einen zauberhaften Moment für die Zukunft schaffen? Mit Robert Zemeckis (Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, 2009) als Regisseur und Tom Hanks (Saving Mr. Banks, 2013) als Geppetto könnte dies gelingen. Nachdem der Regisseur von Paddington, Paul King, ausgestiegen war, verlies auch Tom Hanks das Projekt. Die Realverfilmung stand somit ohne Regisseur und ohne einen namhaften Schauspieler da. Glücklicherweise lies sich schnell Robert Zemeckis für die Verfilmung der aus den 1940er produzierten Vorlage gewinnen, was den für die Rolle des Geppettos von Disney favorisierten Schauspieler Tom Hanks dazu veranlasste, dem Projekt erneut eine Zusage zu erteilen.

Der Film soll ein Budget von 150 Millionen US-Dollar haben. Daher sollte mit einer Kinoauswertung zu rechnen sein. Die Dreharbeiten sollen voraussichtlich im Frühling 2021 beginnen.

KINOSTART: TBA (~2023-2024)


Disney hat bereits viele weitere Disney-Remakes angekündigt. Diese Ankündigung sind bei Disney nicht unüblich und bedeuten nicht, dass diese jemals das Licht der Welt erblicken werden. Vieles hängt von wichtigen Faktoren ab wie ein gutes Drehbuch oder auch einen passablen Regisseur zu finden. Daher sollte man viele Ankündigung mit etwas Vorsicht genießen. Das beste Beispiel ist Jungle Cruise (2021), der schon seit Ende der 2000er in der Entwicklung steckt und erst durch den Erfolg von Jumanji (2017) wiederbelebt wurde. Eins steht dennoch fest: Freunde von Disney-Remakes werden die nächsten 10 Jahre auf ihre Kosten kommen…

Bilder/Grafiken: Disney


Eure Meinung ist wichtig: Auf welche Realverfilmung freut ihr euch am meisten? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!


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2 Kommentare zu „Alle kommenden Disney-Remakes im Überblick

  1. Hey Jan,

    du hast dich mit diesem Beitrag mal wieder selbst übertroffen!
    Ich freue mich sehr auf Peter Pan, obwohl ich gar nicht wusste, dass da eine Realverfilmung geplant ist. Der Realfilm von 2003 hat mir schon sehr gut gefallen, da bin ich gespannt, ob Disney meine Erwartungen übertreffen wird!
    Alle anderen Filme interessieren mich nicht unbedingt, wobei ich mich schon frage, wie sich Emma Stone als Cruella de Vil machen wird. 🙂

    Liebe Grüße,
    Sophia

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Sophia,
      erstmal vielen lieben Dank für deine tollen Worte! ❤️ Du bist schon so lange eine treue Leserin 🥰
      Welchen Realfilm aus dem Jahr 2003 meinst du genau? Ich bin natürlich auch sehr gespannt. Die letzte Verfilmung „Pan“ war zwar visuell toll, ist aber nicht wirklich in meinem Gedächtnis hängen geblieben. Und auf Emma Stone bin ich genauso gespannt… 😊

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